Ein Rasen voller Klee

Wie wir es mit der An­ge­bots­er­stell­ung halten

Philipp Klietz erstellt ein Angebot.
Philipp Klietz erstellt ein Angebot.

12. Mai 2022

Der Rasen im Garten von Johanna und Philipp sieht „schlimm“ aus. Da ist kaum noch Wiese zu sehen, sondern eher Klee und Un­kraut. Wir müssen zu­geben, dass wir keine leiden­schaft­lichen Gärtner sind und daher unsere Zeit und Energie auch nicht in die Neu­ge­staltung des Rasens stecken möchten. Da kam es wie ge­rufen, dass neu­lich der Flyer einer Garten­bau­firma in unseren Brief­kasten flatterte, der genau das anbot. Kurzer­hand haben wir dort an­ge­rufen, die zwei Jungs kamen aus dem Nach­bar­dorf für fünf Minuten vor­bei und er­stellten uns ein paar Tage später ein Angebot per E-Mail. So weit, so gut…

Hin­weis in den AGBs

Das An­ge­bot lag je­doch weit über unserem ge­planten Budget. Also haben wir der Firma freund­lich ab­ge­sagt und die Neu­ge­staltung unseres Rasens erst ein­mal ver­tagt, viel­leicht auf nächstes Jahr. Ein weiteres An­ge­bot haben wir nicht ein­ge­holt, da wir davon aus­gehen, dass sich da preis­lich nicht viel tut. Zu unserer Über­raschung kam ein paar Tage später per Post eine Rech­nung über eine An­ge­bots­er­stellung von 150 Euro netto. Da war nicht nur Über­raschung, sondern auch Ver­ärgerung auf unserer Seite. In keinem Satz oder bei­spiels­weise auf dem Flyer wurde da­rauf hin­ge­wiesen, dass die An­ge­bots­er­stellung kosten­pflichtig sei. In den AGBs auf der Web­site fanden wir schließ­lich den Hinweis, dass eine An­ge­bots­er­stellung mindestens 50 Euro kostet. Ok. Ärger­lich genug, aber warum sollten wir 150 Euro zahlen? Wofür genau? Stand jetzt lässt die Firma nicht mit sich reden, sondern pocht auf Zahlung. Wir haben die An­ge­legen­heit unserer Rechts­schutz­ver­sicherung über­geben…

Un­mög­liche Ge­schäfts­gebaren

Wir wollen dieses Thema zum An­lass nehmen, Euch zu er­klären, wie wir es bei AV22 mit der An­ge­bots­er­stellung halten. Als Aller­erstes: Wir würden unseren potenziellen Kunden nie­mals ein­fach so eine Rechnung über eine An­ge­bots­er­stellung schicken. Wir finden dieses Ge­schäfts­ge­baren un­mög­lich. Es schafft weder Ver­trauen für eine gute Zu­sammen­ar­beit, noch glauben wir, dass ein Kunde uns so in Zu­kunft einen Auf­trag er­teilen wird.

Ja und natür­lich kommt es dann auch schon ein­mal vor, dass wir Ar­beit „für die Katz“ machen. Auch wir sitzen schon mal eine Stunde in Be­ratungen bei potenziellen Kunden und er­halten an­schließend keinen Auf­trag. So ist das nun mal. Wir würden uns schämen, an­schließend eine Rech­nung zu ver­schicken.

Arbeit für die Katz

Anders sieht es aus, wenn wir für eine Film­pro­duktion be­auf­tragt werden, schon in Vor­leistung gehen und der Dreh kurz vor­her ab­ge­sagt wird. Dann stellen wir die Leistungen, die wir er­bracht haben, in Rech­nung. Das kann zum Bei­spiel für eine Re­dakteurin oder einen Re­dakteur sein, der von uns ein­ge­kauft wurde und schon ein Kon­zept ge­schrieben hat. Aber auch dann schicken wir keine „ano­nyme“ Rech­nung, sondern sprechen per­sön­lich mit dem Kunden und er­klären ihm, dass wir ge­wisse Leis­tungen in Rech­nung stellen müssen. Bisher war dies noch nie ein Pro­blem. Im Gegen­teil stößt diese Vor­gehens­weise bei unseren Auf­trag­gebern auf Ver­ständnis und sie ent­schuldigen sich eher für die kurz­fristige Ab­sage.

Men­schen und keine Ma­schinen

Ja, so hand­haben wir das mit unseren An­ge­boten. Wir sind Men­schen und keine Ma­schinen. Und sollte es bei Rech­nungen oder An­ge­boten zu Un­stimmig­keiten kom­men, dann sind wir er­reich­bar – nicht nur „anonym“ per E-Mail, sondern auch tele­fonisch oder im per­sön­lichen Ge­spräch. Denn wir haben in unserem Leben die Er­fahrung ge­macht, dass sich die meisten Dinge im per­sön­lichen Ge­spräch sehr gut klären lassen.

Was die Rasen­pflege für dieses Jahr be­trifft: "Lass das mal den Papa machen! Der Papa macht das gut.";-)

Ver­trauens­volle Grüße

von Eurem AV22-Team